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Touristische Infrastruktur von Arosa

Gästestruktur und sozio - ökonomische Kennzahlen Arosas.

Das in diesem Unterkapitel verwendete Zahlenmaterial stammt, falls nicht anders vermerkt, aus den beiden von Grischconsulta AG durchgeführten Wertschöpfungsstudien “ Das Unternehmen Arosa “ ( 1997 ) und “Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in der Region Mittelbünden “ ( 1993 ).
Im Jahre 1995 verzeichnete Arosa über das ganze Jahr hinweg etwas über 1,3 Millionen Gästefrequenzen ( Tagesausflug oder Übernachtung ). Mit 900000, also etwa 68% besucht der Grossteil dieser Gäste Arosa im Winterhalbjahr, was einerseits die Bedeutung des Wintertourismus für Arosa unterstreicht, aber andererseits auch aufzeigt wo vor allem noch ein deutliches Potential für Steigerungen der Gästezahlen zu sehen ist, nämlich im Sommerhalbjahr. Mit 44% oder 573000 Logiernächten machen die Hotelgäste den mit Abstand größten Anteil der Arosa Feriengäste aus. Gefolgt werden die Hotelgäste von den Gästen in einer gemieteten Ferienwohnung ( 23% ), den Tagestouristen ( 15% ), den Gästen mit einem Eigenheim ( 10% ) und den Gästen welche bei Freunden, Verwandten oder in einer Kollektivunterkunft übernachten. Bei der Betrachtung der Aroser Gästestruktur ist auffällig, dass 85% mindestens einmal übernachten, also bessergesagt hier nur 15% als Tagesgäste zu bezeichnen sind. 60% der Aroser Aufenthaltsgäste sind Schweizer, 30% kommen aus Deutschland und etwa 5% aus den Beneluxstaaten. Der Rest verteilt sich vor allem auf Skandinavien, Grossbritannien, Italien und Frankreich ( Jahresbericht 1995/96 des Kur - und Verkehrsvereins Arosa ). Bei den Ausgaben beläuft sich die Gesamtnachfrage der Aroser Gäste für das Jahr 1995 auf 238 Millionen Franken. Von diesen 238 Millionen werden 86% ( 205 Millionen ) im Winterhalbjahr und 60% ( 143 Millionen )von Schweizer Gästen nachgefragt.
Davon am ausgabefreudigsten sind die Hotelgäste, welche im Winter im Durchschnitt 283 Franken pro Tag ausgeben, im Sommer aber nur 124 Franken. Sie werden in dieser Ranglisten von den Eigenheimbesitzern und den Gästen in gemieteten Ferienwohnungen gefolgt. Am Ende dieser Liste stehen hier die Tagesgäste mit im Winter 61 Franken und im Sommer 32 Franken. Es lässt sich also festhalten, dass im Winter deutlich mehr Geld ausgegeben wird als im Sommer, was aber sicherlich auch mit den höheren Preisen im Winter und dem dann zahlungskräftigeren Publikum zusammenhängt. Interessant ist weiterhin, dass von der Gesamtnachfrage lediglich 5%, also rund 12 Millionen, von den Tagesgästen stammen.
Der durchschnittliche Aufenthaltsgast gibt pro Tag etwa 95 Franken für die Übernachtung, 54 Franken für die Verflegung in Arosa selber, 49 Franken für Sport und Verflegung im Skigebiet, 32 Franken für Einkäufe in Arosa und 3 Franken für Verkehrsmittel ( in Arosa ) und Sonstiges aus. Der Tagestourist hingegen gibt durchschnittlich 42 Franken für Sport und Verpflegung im Skigebiet, 8 Franken für Restaurants im Ort, 2 Franken für Einkäufe in Arosa und 9 Franken für Verkehrsmittel und Sonstiges aus. Betrachtet man nun die Verteilung der touristischen Gesamtausgaben in Arosa so ergibt sich folgendes Bild : 39% ( 94 Millionen ) der gesamten Ausgaben werden für Übernachtungen aufgewendet, 25% ( 59 Millionen ) wird in Restaurants ausgegeben und lediglich 20% ( 47 Millionen ) werden direkt im Skigebiet für Bergbahnticket, Skischule, Verpflegung usw. bezahlt.
 

Sport

Der traditionell größten Stellenwert hat natürlich auch in Arosa, wie überall in der Schweiz, der Skisport. Hierfür stehen heute ca. 1142 Hektar erschlossene Bruttofläche zur Verfügung, an Anlagen total 16 Stück. Dies bedeutet eine Kapazität nach Bruttofläche bei angenommenen 7 Personen pro Hektar von 7994 Personen, welche im Skigebiet selten übertroffen wird.
Aktuell besitzt Arosa 200 Km. Wanderwege, 40 Km Winterwanderwege, 70 Km. Skipisten, 25 Km. Langlaufloipen und dazu weitere Sportanlagen wie eine kürzlich auf 18 Loch erweiterten Golfplatz, einen Schlittelweg,eine Eissporthalle, eine Natureisbahn ( Obersee ), Minigolfanlagen, zahlreiche Tennisplätze ( drinnen und draußen ), einen Vita - Parcours, einen Skate Park, einen Winterfunpark und im Sommer das Strandbad Untersee. Zusätzlich sind die Sportarten Reiten, Rudern, Paragleiten, Ballonfliegen, Curling, Kutschfahrten, Mountainbiken und Inlineskaten möglich. Die naheliegendsten Betätigungen sind aber Wanderungen und Bergtouren in der unmittelbaren Umgebung, beziehungsweise im Winter Skitouren.
 

Kultur

Auch das kulturelle Angebot kann sich sehen lassen. Neben Heimatmuseum,Planetenweg und Bergkirchli sind zahlreiche Konzerte oder Vorträge im Programm. Zusätzlich stehen Seminar und Kongreßräume zu Verfügung. An Bars, Discos, Banken und Einkaufsmöglichkeiten herrscht ebenfalls kein Mangel, sogar ein Kino/Theater und ein Casino befinden sich im Ortsbereich. Hotels und gute Restaurants sind ebenfalls zahlreich vertreten.
 

 

 

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