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Unsere Touren:
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Wanderberge im Raum Davos

Interessante Wanderwoche mit Touren in unberührten Landschaften. Wir durchstreifen verschiedene Regionen der so vielfältigen Landschaft Davos. Albulaalpen, Rätikon und diverse Pässe werden wir dabei unter die Füße nehmen. Unser Ausgangspunkt wird normalerweise ein altes, uriges und sehr gemütliches Bauernhaus im Raum San Antönien sein.

Reisezeit:

Auf Anfrage

Übersicht:

1.Tag: Anreise, Partnunsee
2.Tag: Rätschenhorn
3.Tag: Scalettahorn
4.Tag: Radüner Rothorn/Flüela Schwarzhorn
5.Tag: Chrachenhorn
6.Tag: Igl Compass
7.Tag: Scheienflue
8.Reisetag: Rueckreise
 

1.Tag: Anreise, Partnunsee

Heute treffen wir uns erstmal in Küblis an der Passtrasse nach Davos, bis Nachmittag dürften wohl alle Teilnehmer angekommen sein. So reicht es noch ein wenig weiter hinauf zu fahren und eine kleine Eingehwanderung zum bekannten Partnunsee zu machen. Wer möchte kann dort eine kleine Bootsfahrt unternehmen, ein Boot steht bereit. Danach beziehen wir dann unser Quartier.

2.Tag: Rätschenhorn

Besteigung des Rätschenhornes (2.706m), wir können recht nahe an dieses heranfahren, sodass noch etwa 110 Höhenmeter übrig bleiben. Leider gibt es keine Überschreitungsmöglichkeit, aber die gewaltigen Rätikonwände drum herum sind absolut reizvoll. Wir steigen direkt zwischendrin auf, durch atemberaubende, aber gut eingerichtete Bergpfade. Sehr aussichtsreich wird dann der Schlussteil, nur noch übertroffen von den überwältigenden Tiefblicken in die imposanten Nordabstürze des Berges. Natürlich ist auch die Fernsicht vom Allerfeinsten, vor allem auf die nahen Silvrettaberge und die großen Wandfluchten des Rätikon von Drusenfluh und Sulzfluh.

3.Tag: Scalettahorn

Heute fahren wir nach Davos, lassen den etwas hektischen Geschäftsort aber links liegen und fahren weiter in eines der drei malerischen Seitentäler von Davos, das Dischmatal. Hier können wir bis auf etwa 2.000 Meter hinauffahren, sodass uns nur noch gute 1.000 Höhenmeter zu unserem heutigen Ziel bleiben. Das 3.041 Meter hohe Scalettahorn befindet sich direkt über dem gleichnamigen Pass. Diesen erreichen wir über alte Walserwege, teilweise mit herrlichen Pflastersteinabschnitten angelegt. Recht breit ist der Weg und gut zu begehen. Vor der Passhöhe passieren wir ein kleines, aber sehr ansehnliches Seeauge. Vom Pass geht es dann weglos weiter, aber der gesamte Grat ist unschwierig und problemlos zu begehen, höchstens der Schnee kann eventuell etwas Mühe bereiten.

Prachtvoll sind die Ausblicke ins gegenüberliegende Engadin und später auf die großen Bündner Berge wie Piz Ela oder Piz Kesch. Direkt vor uns ragt der wild gezackte Piz Vadred auf, darunter die endlos weiten Gletscherflächen der Grialetschgruppe. Nach der Überschreitung steigen wir wieder ins Dischmatal ab und übernachten noch mal in Pany.

4.Tag: Radüner Rothorn/Flüela Schwarzhorn

Das Flüela Schwarzhorn (3149m) zählt zwar ausnahmsweise nicht zu den einsamen Zielen in Graubünden, trotzdem lohnt eine Besteigung. Auch deshalb weil sich der Berg mit dem benachbarten Radüner Rothorn kombinieren lässt, dieses bekommt selten Besuch. Schön kann man von hier aus den Betrieb auf dem höheren Nachbarberg beobachten. Zuerst geht es auf breitem Weg kurz unter der Flüela Passhöhe dem Gletscherbecken unter dem Piz Radönt und dem Schwarzhorn entgegen. Nur das Schlussstück zum Sattel zwischen Schwarzhorn und Rothorn ist etwas steiler, der Rest bequem zu begehen. Vom Sattel lassen sich nun gleich 2 3000er problemlos besteigen. Vor allem vom Schwarzhorn bietet sich eine atemberaubende Rundsicht über ganz Graubünden. Selbst der ferne Ortler und die Hochgipfel der Ötztaler Alpen rücken an klaren Tagen ins Blickfeld. Dominiert wird die sicht aber von der ebenmäßigen schwarzen Pyramide des Piz Linard, dem mit 3411m höchsten Silvrettagipfel und dem mächtigen Klotz des Piz Kesch.

5.Tag: Chrachenhorn

Dieser Berg zählt zu den wenig bekannten im sonst so viel besuchten Raum Davos. Immerhin fast 3000 Meter hoch ist der Berg, dazu auf guten Pfaden zu erreichen. Da nun der Anmarschweg durch das wildromantische Ducantal führt wäre eigentlich etwas mehr Andrang zu erwarten. Ausgangspunkt ist der kleine Bergweiler Sertig Dörfi, am Ende des gleichnamigen Tales gelegen und immerhin gut 1800 Meter hoch. Zuerst passieren wir einen malerischen Wasserfall, überqueren später einen sprudelnden Bergbach, bis plötzlich unvermittelt die Ducanberge vor uns auftauchen. Diesem Tal folgen wir bis zur ca 2500 Meter hohen Fanezfurka. Von hier aus könnte auch das etwas höhere Älplihorn bestiegen werden, bequemer ist aber der aussichtsreiche Gratanstieg zum Chrachenhorn. Gute Pfade führen zum stattlichen Gipfelkreuz. Hier dominieren vor allem die benachbarten Hochgipfel selbst wie Älplihorn oder Hoch – und Gletscherducan. Natürlich ist auch der riesenhafte Piz Kesch nicht zu übersehen, ebenso wie die gewaltigen Kalkburgen der bergüner Stöcke Piz Mitgel, Tinzenhorn und Piz Ela.

6.Tag: Igl Compass

Weiter fahren wir zum berühmten Albulapass, wo ein weiterer kleiner 3.000er ansteht. Der Igl Compass (3.016m) ist auf engen Pfaden leicht zu erreichen und erhebt sich nur 900 Höhenmeter über der Passhöhe. Direkt vor uns posiert der mächtige Piz Uertsch, gegenüber ragen die Kalkburgen von Piz Ela, Tinzenhorn und Piz Mitgel auf. Bei klarer Sicht lassen sich auch die nahe gelegenen Hochgipfel der Berninagruppe ausmachen, mit dem einzigen 4.000er Graubuendens, dem Piz Bernina. Auf der Rückfahrt machen wir noch Station am Lai Papuoalga, einem der schönsten Seen der Region.

7.Tag: Scheienflue

Die Scheienflue gilt als eines der Wahrzeichen von San Antönien und ragt direkt über dem Ort auf. Wir starten im Weiler Partnun auf immerhin schon fast 1800 Metern Höhe, somit sollten wir die fast 2600 Meter schaffen. Zuerst geht es auf gutem Weg direkt unter der steilen Nordwand hindurch, bis wir uns auf einer einsamen Hochfläche dem Berg selbst nähern. Zwar bleiben nur einige Ziegenpfade, trotzdem bietet der Aufstieg keinerlei Schwierigkeiten. Platzmangel kommt auf dem breiten Gipfelplateau kaum auf, man  könnte eine ganze Büffelherde hier unterbringen. Besonders imposant sind die Tiefblicke auf den Partnunsee und das Tal von San Antönien. Auch die benachbarte Sulzflue hinterlässt einen sehr starken Eindruck. Zurück im Hochtal können wir den Berg noch umrunden, wozu aber ein paar kleinere Gegenanstiege notwendig sind. Dafür kommen wir am Schluss noch mal am See vorbei.

8.Reisetag

Leider geht unsere Tour heute zu Ende. Für heute ist nur die Rückfahrt geplant, wer möchte kann natürlich auch noch etwas in Graubünden bleiben.

 

Reisebeschreibung

Wetterbedingte Variationen des Tourenablaufes sind jederzeit möglich und auch sinnvoll, z. B. das Verlegen der Ruhetage an Tage mit schlechtem Wetter.

Die Preise liegen bei 495 Euro pro Person und Tourenwoche und verstehen sich inklusive Übernachtungen, Kurtaxe und Anfahrten, bzw. Eventuellen Bahnfahrten zum Ausgangspunkt. Für das Essen ist jeder Teilnehmer selbst verantwortlich, fast alle Unterkünfte bieten Kochgelegenheiten. Zur Not habe ich auch noch einen Kocher im Auto.

Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei 2 Personen, die Hoechstgrenze bei 8 Personen.

Besonders am Herzen liegt es mir mal die unbekannten Seiten von Graubünden zu zeigen, einsame Wanderberge die durch extrem aussichtsreiche und vielfältige Bergregionen führen. Diese Berge gehören allesamt nicht zu den großen viel besuchten Modebergen der Region, trotzdem handelt es sich durchwegs um sehr interessante und eindrucksvolle Berggestalten, teilweise über 3.000 Meter hoch, mit phantastischen Rundblicken. Die Reise führt praktisch in mein Wohnzimmer, da ich in dieser Region schon seit meiner Kindheit unterwegs bin.

Alle ausgesuchten Berge sind auf leichtem aber weglosen Gehgelände oder unscheinbaren Pfaden problemlos zu besteigen, dabei bleibt immer genügend Zeit die grandiosen Landschaften des größten Schweizer Kantones zu genießen und einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten am Weg zu begutachten. Dazu verdient die Kantonshauptstadt Chur eine nähere Betrachtung.

 

 

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