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Einsame Wanderberge im Unterengadin

Interessante Wanderwoche mit Touren in unberührten Landschaften. Wir durchstreifen verschiedene Regionen der so vielfältigen Unterengadiner Gebirgswelt. Dabei darf natürlich der erste Nationalpark Europas nicht fehlen, der einzige in der Schweiz. Dazu nehmen wir uns die wilde Silvrettagruppe vor, ebenso das etwas abgelegene Sesvennagebiet.
Als Ausgangspunkt steht uns eine Unterkunft im Bergdörfchen Susch zur Verfügung, mit Touristenlager, Küche und sehr guten Duschen. Von der kleinen Terrasse aus schauen wir direkt auf den Inn.

Reisezeit:

Auf Anfrage

Übersicht:

1.Tag: Anreise, Abendspaziergang am Inn mit Schlossruine
2.Tag: Murtaröl
3.Tag: Jöriseen mit kleinem Gipfel
4.Tag: Piz Minschun
5.Tag: Macunseen mit Monte Baselgia
6.Tag: Piz Cotschen bei S-charl
7.Tag: Piz Daint
8.Tag: Abreise (Munt Buffalora)
 

1.Tag: Anreise, Abendspaziergang am Inn mit Schlossruine

Heute treffen wir uns in Susch, bis zum Nachmittag dürften alle eingetroffen sein. So bleibt noch etwas Zeit um eine kurze Wanderung am Inn entlang und auf den Schlossberg zu unternehmen. Von der alten Ruine aus haben wir einen prachtvollen Ausblick auf den Piz Linard, mit 3411 Metern der höchste Berg der Silvrettagruppe und des gesamten Unterengadins.

2.Tag: Murtaröl

Heute steht eine Tour im Schweizer Nationalpark an, nämlich der 2595 Meter hohe Murtaröl, ein Hangrücken vor den ganz großen Nationalparkbergen und natürlich eine prachtvolle Aussichtsloge. Hierfür fahren wir die 6 km nach Zernez, dem Hauptort am Nationalpark, und Ausgangspunkt für viele Touren im Nationalpark. Gut 1100 Höhenmeter müssen Heute überwunden werden, durch prächtige Bergwälder, mit Ausblicken in die wilden und unberührten Täler des Schweizer Nationalparks. Mit etwas Glück lassen sich hier allerlei Tiere beobachten, vor allem Gämsen sind häufig anzutreffen. Auch Murmeltiere und Adler sind hier gelegentlich unterwegs. Mehrere Aussichtspunkte wie die 2038 Meter hohe Bellavista (schöne Aussicht) Hütte laden zum Rasten und Schauen ein.

3.Tag: Jöriseen mit kleinem Gipfel

Auch Heute müssen wir nicht all zu weit fahren, es geht ein Stück den Flüelapass hinauf bis nach Röven. Auf gut 1800 Metern starten wir ins Val Sagliains, das Tal der springenden Bäche. Linkerseits führt nach einer guten Stunde ein Pfad zum Jöriflesspass hinauf, wo sich auch der erste der zahlreichen Jöriseen befindet. Direkt über uns ragt ein mittlerer Gipfel auf, leicht über eine Schuttflanke zu erreichen. Vom Gipfel auf etwa 2800 bis 2900 Metern bieten sich prachtvolle Blicke auf den gewaltigen Piz Linard, die wilden, dunklen Plattenhörner, oder gegenüber das Flüela Weisshorn. Weiter hinten ist sogar der 3418 Meter hohe Piz Kesch zu erkennen. Unter uns liegen 2 Türkisblaue Seeaugen die wir später noch umrunden können. Dann geht es durch das Val Sagliains zurück zum Pass und nach Susch.

4.Tag: Piz Minschun

Einer der Höhepunkte dieser Tourenwoche, mit seinen 3068 Metern gehört der Piz Minschun schon zu den größeren Silvrettabergen. Dementsprechend interessant sind Aufstieg und Aussicht. Zuerst aber nähern wir uns morgens um 8 mit der ersten Fahrt von Scuol nach Motta Naluns dem Berg per Seilbahn an. So bleiben nur noch knappe 1000 Höhenmeter für den Aufstieg übrig.
Zuerst geht es auf breiten Wegen aus dem Skigebiet von Scuol hinaus. Dabei können wir am Wegesrand die extrem vielseitige Flora des Unterengadins bewundern. Nach einem kleinen künstlichen See und einem steilen Rasenhang wird es dann ernster. Ein steiler Schutthang stellt sich uns in den Weg, erstmal bleibt der Weg aber relativ flach und ist noch angenehm zu begehen, danach finden sich spärliche Pfadspuren. Nach der Scharte aber wird der Weg immer besser begehbar, die Aussicht immer prächtiger. Alle Größen der Hochsilvretta reihen sich vor uns auf, Piz Tasna, Fluchthorn, die Buine, Piz Fliana und der gewaltige Piz Linard. Dazu schieben sich der Muttler und etliche Ötztaler Hochgipfel ins Bild. Direkt gegenüber befinden sich die sogenannten Unterengadiner Dolomiten um den Piz Lischana, bei guter Sicht werden sogar weiter Hinten die breite Eiskuppe des Ortler und die berühmten Berninaberge ins Bild. Dazu kommen einige Seeaugen und phantastische Tiefblicke ins Unterengadin hinab. Wir haben viel Zeit diesen Ausblick zu bewundern und mit vielen Fotopausen zur Bergstation Motta Naluns zurück zu wandern. Bevor wir die 20 km zurück nach Susch fahren schauen wir uns noch ein wenig in Bad Scuol um, immerhin der Hauptort im Unterengadin.

5.Tag: Macunseen mit Monte Baselgia

Heute brauchen wir mal nicht zu fahren, wir können direkt von Susch aus starten. Zuerst einmal verläuft der Weg ziemlich flach mit Blick auf den Inn und durch dichte Lärchenwälder. Nach einer kleinen Almhütte wird es dann steiler. Eine ziemlich steile Bergflanke muss überwunden werden, kurz darauf kommt schon der Nationalparkeingang in Sicht, mit einer Holztafel markiert. Hier befinden sich auch schon die ersten der kristallklaren Bergseen, in denen sich wilde Felsberge spiegeln. Manchmal kommen auch Steinböcke hier vorbei, sicherlich aber werden einige der vergletscherten Silvrettagipfel von hier aus sichtbar. Immerhin haben wir schon 1200 Höhenmeter in den Beinen, trotzdem kann wer Lust hat noch 300 weitere hinaufsteigen um einen Gipfel mitzunehmen. Dieser Monte Baselgia bietet mit seinen 2945 Metern grandiose Einblicke in die herbe Bergwelt des Unterengadins und das Nationalparkgebiet. Besonders eindrücklich sind aber die Tiefblicke auf das Tal von Zernez und den direkt vor uns aufragenden Piz Nuna. Leider bietet sich keine Alternative für den Abstieg an, da wir die markierten Wege ja nicht verlassen dürfen, aber dieser Weg ist dermaßen interessant das diese Tatsache nicht weiter stören sollte. Immerhin lässt sich noch eine aussichtsreiche Seeumrundung einfügen.

6.Tag: Piz Cotschen bei S-charl

Unser heutiger Ausgangspunkt ist der Bergweiler S-charl, auf Serpentinen von Scoul aus zu erreichen. Prächtige Holzhäuser befinden sich hier, wenn auch nicht mehr viele. Wir verlassen den kleinen Ort in Richtung Alp Sesvenna, zuerst einmal durch blühende Lärchenwälder. Dann biegen wir über üppige grüne Weideflächen nach links ab, bevor sich uns eine wild aussehende Steilflanke in den Weg stellt. Zwar ist der weitere Wegverlauf sehr steil, aber gut markiert, einige Passagen sind sogar mit Drahtseil versichert. Entsprechend aufregend ist der Weg an prächtigen Wasserfällen vorbei unter wuchtigen Felswänden. Etwas weiter oben wird die Landschaft dann schlagartig flacher, die Hochfläche der Lagos de Rims liegt vor uns, genau wie der tiefblaue See. Direkt darüber ragt unser heutiges Ziel auf, der Piz Cotschen ein leicht erreichbarer 3000er im Sesvennagebiet. Wir umrunden zuerst den See, bevor wir dann auf dünnen Spuren nicht allzu steil dem weitläufigen Gipfelgrat entgegen. Der Aufstieg ist problemlos zu bewältigen, im Gegensatz zu dem auf der anderen Seite. Hier blicken wir auf eine extrem steile Felswand herab, tief unten S-charl.
Wir überschreiten den Berg und steigen durch eine weitläufige Schuttflanke wieder ab zum See. Dann ist noch einmal alle Aufmerksamkeit gefordert, der steile Abstieg durch die Flanke zwischen dem Piz Cotschen und dem benachbarten Piz d`Immez hat es in sich.

7.Tag: Piz Daint

Am letzten Tag wartet noch ein Highlight auf uns, kratzt doch der Piz Daint über der Ofenpasshöhe an der 3000 Meter Marke. Die Wanderung führt direkt von der Passhöhe zuerst durch prächtige Nadelwälder und vorbei an bizzaren Felsformationen. Wir befinden uns in direkter Nähe zum Nationalpark mit ähnlicher Vegetation und Struktur. Somit bekommen wir freistehende Bergrücken und wilde Täler zu sehen. Später folgt ein aussichtsreicher Gratanstieg über einen breiten Schuttrücken. Dabei sind die Wege allerdings jederzeit gut sichtbar, ebenso so wie die interessanten Gesteinsfärbungen und – Formen der direkten Umgebung. Kurze Zeit später ist der 2968 Meter hohe Gipfelpunkt erreicht. Neben den wilden Kalkbergen der Nationalparkregion, fällt vor allem der weiß leuchtende Ortler mit seinen Trabanten ins Auge. Aber auch die großen Silvretta – und Albulaberge sind deutlich auszumachen. Auf dem Rückweg können wir noch einen kleinen Gipfel mitnehmen, von dort aus bietet sich der beste Blick auf „unseren“ Piz Daint.

8.Tag: Abreise (Munt Buffalora)

Leider ist die Tour heute schon zu Ende. Bei Interesse und genügend Zeitreserve kann aber heute noch der Munt Buffalora bestiegen werden. Er ist schnell von der Ofenpasstrasse zu erreichen und befindet sich direkt an der Nationalparkgrenze. Diese Tour würde sich auch als Ersatz anbieten, falls eine der größeren Touren aufgrund schlechten Wetters nicht durchführbar sein sollte.

 

Reisebeschreibung

Wetterbedingte Variationen des Tourenablaufes sind jederzeit möglich und auch sinnvoll, z. B. das Verlegen der Ruhetage an Tage mit schlechtem Wetter.

Die Preise liegen bei 495 Euro pro Person und Tourenwoche und verstehen sich inklusive Übernachtungen, Kurtaxe und Anfahrten, bzw. Eventuellen Bahnfahrten zum Ausgangspunkt. Für das Essen ist jeder Teilnehmer selbst verantwortlich, fast alle Unterkünfte bieten Kochgelegenheiten. Zur Not habe ich auch noch einen Kocher im Auto.

Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei 2 Personen, die Hoechstgrenze bei 8 Personen.

Besonders am Herzen liegt es mir mal die unbekannten Seiten von Graubünden zu zeigen, einsame Wanderberge die durch extrem aussichtsreiche und vielfältige Bergregionen führen. Diese Berge gehören allesamt nicht zu den großen viel besuchten Modebergen der Region, trotzdem handelt es sich durchwegs um sehr interessante und eindrucksvolle Berggestalten, teilweise über 3.000 Meter hoch, mit phantastischen Rundblicken. Die Reise führt praktisch in mein Wohnzimmer, da ich in dieser Region schon seit meiner Kindheit unterwegs bin.

Alle ausgesuchten Berge sind auf leichtem aber weglosen Gehgelände oder unscheinbaren Pfaden problemlos zu besteigen, dabei bleibt immer genügend Zeit die grandiosen Landschaften des größten Schweizer Kantones zu genießen und einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten am Weg zu begutachten. Dazu verdient die Kantonshauptstadt Chur eine nähere Betrachtung.

 

 

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